Die E.coli-Bakterien, die auf spanischen Biogurken gefunden wurden, könnten für den Menschen harmlos sein. Nur für das Ansehen der Gurke nicht

Was für ein vergurkter Monat. Jetzt mal aus Sicht des Gemüses selbst betrachtet. Erst raten die Lebensmittelexperten des Bundesinstituts für Risikobewertung, Gurken, Salat und Tomaten von der Speisekarte zu streichen und dann verkündet die Gurkentruppe vom Hygieneinstitut in Hamburg, dass sie das Übeltäterbakterium vermutlich gefunden hat, ausgerechnet auf spanischen Biogurken.
Inzwischen ist klar, dass die Hamburger Lebensmittelhüter zwar Escherichia coli-Bakterien nachgewiesen haben, aber nicht den Typ O104:H4, der zurzeit Tausende infizierte und Hunderte schwer krank macht. Möglicherweise sind die Erreger auf den Gurken nicht einmal richtige Ehec-Bakterien. Denn als Ehec werden nur die E.coli-Bakterien bezeichnet, die das gefährliche Shigatoxin produzieren und den Menschen krank machen können.
Die Forscher in Hamburg haben zwar nachgewiesen, dass die Gurkenbakterien das Gift herstellen können. Ob sie beim Menschen aber auch eine Krankheit auslösen können, ist unklar. Mikrobiologen gehen davon aus, dass es eine ganze Reihe solcher Shigatoxin-produzierenden E.coli, STEC, gibt, die beim Menschen keine Krankheit verursachen. (mehr …)