Gentechnik

Wissenshunger im Dezember: Tote Ratten, rote Heringe

Der Genmais und die Krebsratten: Warum wir endlich eine ehrliche Diskussion führen sollten

Das ist sie. DIE Studie. Die Untersuchung, die beweist, dass genetisch veränderte Pflanzen doch ein Gesundheitsrisiko darstellen. So oder so ähnlich dürften viele Leute gedacht haben, als am 19. September im Fachjournal „Food and Chemical Toxicology“ die Resultate einer Zwei-Jahres-Studie veröffentlicht wurden.

Die Ergebnisse der Forschergruppe um Gilles-Eric Séralini von der Universität Caen erregten weltweit Aufsehen: Ratten, die mit der genetisch veränderten Maissorte NK603 und dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat gefüttert wurden, erkrankten häufiger an Tumoren und starben früher als andere Ratten. Gegner der Gentechnik sahen ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt.

Aber von Anfang an waren Wissenschaftler fast einhellig in ihrer Kritik: (mehr …)

Wissenshunger im Mai: Gentechnik für Biobauern

Ökoobst und konventionelle Kalorien: Die Grenzen des Biolandbaus

Ich wohne in Berlin-Mitte. Wenn Sie da laut sagen, dass Biolebensmittel nicht unbedingt besser sind als andere, haben Sie eine Diskussion am Hals, als hätten Sie gefordert, die Mieten in Berlin müssten mal kräftig angehoben werden. Wenn Sie Pech haben, schlägt sogar ein Passant mit seinem iPad nach Ihnen.

Dabei sind Bio-Debatten in ihrer Dramaturgie so vorhersehbar wie ein “Tatort”-Krimi. Unterstützer von Biolandbau sehen sich gerne als Verfechter einer grünen Revolution, die die Macht von Agrokonzernen brechen und die Umwelt vor Dünger und Pestizid bewahren will. Gegner weisen gerne darauf hin, dass Ökoanbau weniger effizient ist und deshalb mehr Land braucht – auf einem Planeten der bereits ein Drittel der Erdoberfläche für Landwirtschaft nutzt. Und dass man die Welt ja nicht auf Kosten von Hungertoten mit Biobrot beglücken müsse.

Wissenschaftler aus Montreal und Minnesota haben nun untersucht, wie viel Lebensmittel pro Fläche die verschiedenen Anbauweisen wirklich erzeugen. (mehr …)